Details

Beginn:
18. Januar 2022, 18:15 Uhr
Ende:
18. Januar 2022, 19:45 Uhr
Veranstaltungsort:
Online

Diskurse um Künstliche Intelligenz sind eng verbunden mit der Projektion von ethnischen und geschlechtlichen Merkmalen auf digitale Technologien. Solche kennen wir aus Klassikern des KI-Filmes ebenso wie aus aktuellen Diskursen über Assistenzsysteme wie Alexa und co., und sie bilden auch einen zentralen Bezugspunkt der feministischen Theorie. Im Rahmen dieser Diskurse werden Dichotomien wie 'Natur vs. Kultur', 'Emotionalität vs. Rationalität' oder 'Macht vs. Ohnmacht' in technischen Kontexten einerseits reproduziert, anderseits jedoch auch unterlaufen, was Gelegenheiten zu ihrer kulturellen Neuverhandlung bereithält. Entsprechend wird der Vortrag mit einem Blick auf entsprechende Topoi im KI-Film beginnen, diese mit poststrukturalistischer Theoriebildung kontrastieren und auf dieser Grundlage die medialen Interfaces von KI in Alltagskontexten (Beruf, Pflege, Familie) sowie ihre Vermarktung kritisch diskutieren. Ein besonderes Augenmerk wird auf der Frage liegen, was Reflexionskompetenz in diesem Zusammenhang bedeuten könnte.

Referent: Dr. Martin Hennig, Universität Tübingen

Dieser Vortrag findet auf deutsch statt.

Anmeldung über E-Mail an diversity@uni-passau.de

Die weiteren Vorträge finden jeweils dienstags von 18:15 bis 19:45 Uhr via Zoom statt und stehen allen Interessierten offen. Die Vorträge werden teilweise in deutscher, teilweiser in englischer Sprache gehalten.

Das Programm und auch alle weiteren Vorträge finden Sie hier.